6 Rennsteig-Alternativrouten bei straßennahen Abschnitten

Daß v.a. in der Osthälfte des Rennsteigs zu viele Abschnitte straßennah verlaufen, hat lange verhindert, daß der thüringer Höhenweg das Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbandes erhalten konnte. Nachdem dieses Manko durch die Anlage von sechs Alternativrouten behoben wurde, konnte das Gütesiegel 2008 endlich verliehen werden.

Die sechs Alternativrouten von zwischen 0,5 bis 8,7 km Länge sind insgesamt 23 km lang. Sie wurden dort angelegt, wo der Original-Rennsteig allzu straßennah verläuft, zu wenig Naturpfaden folgt oder wo Aussichten fehlen. Der Wanderer kann nun selbst entscheiden, ob er auf dem historischen Rennsteig bleiben (weißes „R“) oder aber die mit einem blauen „R“  markierte Alternativroute nutzen will.

In den letzten Auflagen dieses Buches wurde die wichtigste dieser Alternativen, die fast 9 km lange Strecke nördlich der Frankenwald-Hochstraße (7./2.Tag) schon als Hauptroute beschrieben. In der kommenden Auflage 2012 werden auch  die anderen Alternativstrecken berücksichtigt:

1. Großer Finsterberg (2,8 km)
Während der historische Rennsteig ca. 800 m am Großen Finsterberg vorbei führt, verläuft die Alternativroute direkt über den Berg. Hier kann man einen Panoramablick auf die höchsten Berge des Thüringer Waldes genießen.

2. Neuhaus (3,8 km)
Hier führt die Alternativroute auf einem Naturlehrpfad südlich um Neuhaus am Rennweg herum.

3. Brand (1,7 km)
Nach dem Triniusblick verläuft die Alternativroute nördlich entlang des Rennsteiges durch eine Kiefernheide mit wundervollen Aussichten.

4. Frankenwald-Hochstraße (8,7 km)
Ab dem Zollhaus Schildwiese bis zum Wasserscheideobelisk in Steinbach am Wald verläuft die Alternative nördlich entlang der Hangkante und lässt abseits der Frankenwald – Hochstraße Ausblicke in den Naturpark Frankenwald zu.

5. Brennersgrün (0,5 km)
Die Alternativroute führt den Wanderer auf naturnahen Wiesenwegen durch ein uriges Waldtal südlich vorbei an dem kleinen Ort Brennersgrün.

6. Blankenstein (6,2 km)
Abseits von Straßen führt die Alternative nach Seibis. Weiter geht es dann entlang des Bachlaufes durch den Moschwitzgrund, an Felsvorsprüngen vorbei, bis nach Blankenstein.

(Quelle: thueringen-tourismus.de)

Schutzhütten als Übernachtungsmöglichkeit

Für Outdoorfreunde bietet der Rennsteig die perfekte Infrastruktur: Über 80 Schutzhütten und Unterstände bedeuten, daß man im Schnitt alle 2 km ein wie auch immer geartetes Dach über dem Kopf findet. Und, die Übernachtung in diesen Schutzhütten ist ausdrücklich erlaubt. Eine Liste fast aller Hütten mit detaillierter Beschreibung findet man auf der Seite Schutzhütten am Rennsteig. GPS-Nutzer finden auf dieser Seite auch eine Downloadmöglichkeit aller Waypoints der Hütten.

Der Triniusstein am Rennsteig

An  tannbewachtem Raine
ragt eines Porphyrs Haupt
das Strauchwerk hat dem Steine
die Stirne grün umlaubt


So fängt ein Lied von Ernst Treher an, der im Juli 1902 eine Rennsteigwanderung unternommen hatte.

1892 hatte Alfred Roßner in einem humorvollen Wanderbericht den Felsen an der Schwalbenhauptswiese „Porphyr Trinii“ getauft – zu Ehren von August Trinius, der zwei Jahre zuvor mit seinem in bestem wilhelminischem Honoratiorenstil verfassten Buch „Der Rennstieg. Eine Wanderung von der Werra bis zur Saale“ den Rennsteig-Boom ausgelöst hatte. „Seitdem stürmen, wenn die Pfingstglocken durch deutsche Lande läuten, Männlein und Weiblein in froher Geselligkeit über den Rennstieg hin“, schrieb Trinius später. An der Schwalbenhauptswiese hatte er bei seiner Erkundungstour im Juli 1889 den weiteren Verlauf des Rennsteigs erst erkunden müssen: »Da warf ich mich nahe eines umbuschten Porphyrfelsens hinein in düstere Wildnis von Tannicht und Sumpf, bis nach Suchen ein Freudenruf dem harrenden Wanderkameraden kündete, daß ich den ersten Grenzstein wieder entdeckt, die Fortsetzung des Rennstiegs festgelegt hatte.“

Zu Trinius’ Ehren wurde vom Thüringer Wald-Verein an dem Felsen die heute noch dort befindliche Tafel angebracht: 

Dem Thüringer Wandersmann
August Trinius
zur Erinnerung
1904

Trehers Lied endet übrigens mit dem Vers:

 

Es wird in künft´gen Jahren
des Thürings Wallfahrt sein
des „Rynnestigs“ zu fahren
zum stillen Triniusstein


*

In diesem Sommer bin ich zur Vorbereitung der Auflage 2012 im Thüringer Wald unterwegs. Auf meiner Checkliste stand auch der Triniusstein (5. Tag der Rennsteigwanderung West-Ost), weil mich ein Passus auf der Website rennsteigportal.de stutzig gemacht hatte. Dort steht nämlich (ganz unten): Weiterlesen »

120 Jahre Rennsteig-Begeisterung

Vor 120 Jahren, pünktlich zur Wandersaison 1890, ist das Buch erschienen, das eine wahre Rennsteig-Begeisterung im Deutschen Reich auslöste:

August Trinius: Der Rennstieg. Eine Wanderung von der Werra bis zur Saale.

Man beachte das -stieg, eine von den Epigonen nicht übernommene südwestthüringische Form des Namens jenes Höhenpfades über den Thüringer Wald, der der bekannteste Wanderweg Deutschlands werden sollte. August Trinius war während des glücklichen Vierteljahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges der meistgelesene Wanderbuchautor im wilhelminischen Deutschland, der den Wandervögeln die landschaftlichen Schönheiten des Reiches bis hin zum Elsaß erschloß.

*

In seinem Bestseller über den Rennsteig von 1890 erwähnte Trinius auch das fesche Försterstöchterlein vom Forsthaus Waidmannsheil bei Steinbach/Wald, Maria Sauer, die als „Mareile“ Rennsteiggeschichte schreiben sollte. Der ihr gewidmete Abschnitt aus meinem Rennsteigbuch ist schon seit Jahren auch online nachzulesen.

Nun wies mich ein aufmerksamer Leser darauf hin, daß sich da zwei kleine Fehler eingeschlichen hatten: Die Bahnlinie bei Steinbach wurde 1885 statt 1886 eingeweiht, wie ich schrieb, und offiziell habe es immer Waidmannsheil geheißen statt Weidmannsheil, wie ich – Trinius folgend – geschrieben hatte.

Ich möchte diese beiden Korrekturen zum Anlaß nehmen, meinen Text über das Mareile hier nochmals zu publizieren.

***

Das „Mareile“ 1871 – 1960

Die frühen Renner hatten allesamt die fesche Försterstochter Maria Sauer vom Waldhaus Waidmannsheil ins Herz geschlossen, die seit frühester Kindheit Mareile gerufen wurde. Ihr zu Ehren nannten die Renner die weißen „R“s der Rennsteigmarkierung „Mareile“ und fünf Jahre später auch ihre Vereinszeitschrift.

Am Lichtmeßtag 1871 hatte Maria Sauer das Licht der Welt am Tegernsee erblickt und war mit drei Jahren aus dem Alpenland in den hohen Norden Bayerns verpflanzt worden, wo ihr Vater ein Revier auf dem Frankenwald erhielt. Das Forsthaus lag direkt am Rennsteig, der hier als fast schnurgerade Fuhrstraße 8 km über den Verbindungsrücken zwischen Schiefergebirge und Frankenwald zog, kurz vor der Grenze zu Sachsen-Meiningen.

Zwölf Jahre gingen ins Land, dann schneite am 1. Oktober 1885 die weite Welt in die Waldeinsamkeit, als die Bahnlinie Berlin-München nur 3 km entfernt vorbeigeführt wurde. Erholungssuchende Städter begannen die Gegend zu entdecken, und auch den Rennsteig, 1890 folgten die ersten Enthusiasten den Spuren Trinii.

Dieser hatte in seinem „epochalen“ Rennsteigbuch das – inzwischen 18jährige – Mareile erstmals verewigt, allerdings noch ohne ihren Namen zu nennen: „Drüben an dem anderen Tische saß das Töchterlein, eine untersetzte, fast üppige Blondine, mit blitzenden, lang bewimperten Augen, Grübchen in den Wangen und in den kleinen festen Händen. Zuweilen schlug sie ein paar Töne auf der vor ihr ruhenden Zither an“ und unterhielt sich „allerliebst zwitschernd“ mit der neben ihr sitzenden Freundin.

Ein Jahr später, im Sommer 1890, wanderte Alfred Roßner (1855-93) als einer der ersten von Trinius Inspirierten über den Rennsteig. In einem lustigen Wanderbüchlein erzählte er 1892 nicht nur, daß der Abend auf Waidmannsheil „der schönste unserer ganzen Wanderung“ gewesen war, sondern auch, wie er und sein Kamerad anderntags bei einem stundenlangen Irrweg zwischen Spechtsbrunn und Ernstthal das weiße R der Rennsteigmarkierung „Mareile“ tauften: Weil es sie immer so vertraut anlächelte, solange sie auf dem rechten Weg waren, sich aber neckisch versteckte, als sie an einer besonders tückischen Weggabelung nicht mehr recht weiter wußten.

Daß sich ein regelrechter Mareile-Kult in der Rennergemeinde entwickelte – Gedichte wurden veröffentlicht wie: „Ein duftig Blümerl blüht auf Weidmannsheil, labt Körper und Gemüt und heißt Mareil“ usw. – hatte mit der Person bald schon nichts mehr zu tun und verselbständigte sich zu einem Vereinsmythos in typischer Kaiser-Wilhelm-Zeit-Manier. Das Mareile heiratete nämlich schon 1891 – also ein Jahr vor Erscheinen von Roßner’s Buch – den Forstrechnungsrat Zick aus München, der dienstlich im Waldhaus eingekehrt und dem Charme der feschen Försterstochter sogleich erlegen war.

Die Verbindung zum Rennsteig und seinen Wanderern blieb aber insofern erhalten, als das Mareile jeden Sommer mit der Bahn aus München anreiste, um im Elternhaus die Wochen der Vakanz zu verleben. Gleich im ersten Jahr, 1892, gebar sie ihren ersten Sohn auf Weidmannsheil, drei weitere Kinder folgten, in deren Kreis die frühen Renner ihr Mareile im ersten Jahrzehnt der Rennsteigbewegung allsommerlich erlebten.

Maria Zick nahm die Ehre ihrer Verewigung auf dem Rennsteig übrigens mit dem ihm eigenen Humor hin, war sogar stilles Mitglied des Vereins, ohne sich jedoch im Geringsten von dem seltsamen Mareile-Kult vereinnahmen zu lassen. Ihre Enkel erfuhren beispielsweise erst sehr spät von der „Berühmtheit“ ihrer Oma, die sie bis heute als den warmherzigsten Menschen schildern, dem sie je begegneten.

1937 zog das Mareile als 66-jährige Witwe von München nach Sulzbach am Main bei Aschaffenburg, wo sie in der Familie ihrer Tochter lebte und Anfang 1960 drei Wochen vor ihrem 89. Geburtstag starb.

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Erinnerungen auf dem Rennsteig:

  • Jedes weiße „R“ der Rennsteigmarkierung ist ein „Mareile“!

Die Rennsteig-Ballade Victor von Scheffels (1863)

Scheffel 1867Da die Google-Suche ergab, daß Victor von Scheffels Rennsteig-Ballade von 1863 nur ein einziges Mal vollständig im weltweiten Netz steht und der Rennsteigverein es offenbar nicht für nötig erachtet, diesen für die Geschichte der Rennsteigbewegung so bedeutsamen Text zu präsentieren, sei diesem Mißstand hier abgeholfen.

Bedeutsam sind die Verse des populären „vaterländischen Dichters“, weil sie es waren, die den thüringer Höhenpfad als Symbol sowohl deutscher Zerrissenheit wie Einigungssehnsucht im Bewußtsein der zusammenwachsenden Nation verankerten.

Scheffel verstand es, seinen Text mit jenen Ingredienzien zu würzen, die für die Schaffung des Rennsteig-“Mythos“ entscheidend waren: Heimatliebe, Geschichtsträchtigkeit, Naturromantik und das verbreitete Bedürfnis nach Zivilisationsflucht. Weiterlesen »

Endlich! – Hubertushaus Ascherbrück wieder eröffnet

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Hubertushaus Ascherbrück wieder eröffnet!

Drei Jahre lang fehlte das Hubertushaus Ascherbrück den Rennsteigwanderern sehr, lag es doch strategisch perfekt als einzige Übernachtungsstation ziemlich genau in der Mitte der 33 km zwischen Hörschel und Großem Inselsberg. Die Schließung hatte zur Folge, daß in der letzten Auflage des Buches Alternativen aufgezeigt werden mußten. Diese sind jetzt hinfällig geworden – außer, das Hubertushaus ist belegt. Dann schauen Sie bei der entsprechenden Meldung unter Juni 2008 nach.

Generell gilt, daß man sich lange genug im Voraus um die entsprechenden Zimmerreservierungen bemühen muß, und zwar am besten monatelang vor Antritt der Wanderung! Insbesondere in der Hauptsaison….

Neue Sommerrodelbahn in Ruhla!

Am Start von Tour 4 am Miniaturenpark „mini-a-thür“ endet seit kurzem auch eine Sommerrodelbahn. Damit gibt es eine herrliche Gelegenheit, nach der Wanderung noch etwas zu entspannen – und einen Teil der Tour noch einmal aus der Ferne zu betrachten. Man wird am Ringberg hochgezogen und saust dann die 900-m-Strecke mit max. 40 km/h hinab.

Thüringer Bachwochen 3.-26. April 2009

Im Rahmen der Thüringer Bachwochen 2009 werden 33 Veranstaltungen zu erleben sein, unter anderem das belgische Ensemble Le Petite Bande unter der Leitung von Sigiswald Kuijken, die Berliner Barock Solisten mit Albrecht Mayer sowie Auftritte der Pianisten Martin Stadtfeld und Gabriela Montero. Zudem ist erstmals ein Schulprojekt mit dem Titel „generation bach @school“ geplant.

Wer den Musikgenuß mit einer Thüringerwald-Wanderung verbinden will, ist mit Eisenach am besten bedient (Tour 3). Daher hier der dortige Spielplan: Weiterlesen »

Geocaching am Rennsteig

Geocaching ist ein neuer, gerade für Wanderer idealer Outdoor-Sport, eine Art Schnitzeljagd per GPS-Daten:

Jemand versteckt ein Behältnis mit einigen Gegenständen darin (das ist der Cache, die „Schatztruhe“ sozusagen) und gibt die Geokoordinaten auf einer bestimmten Website bekannt. Andere navigieren mit Hilfe eines GPS-Gerätes zu dem Punkt, suchen das Versteck und entnehmen im Erfolgsfall einen Gegenstand und tun selber wieder einen in die Box. Es gibt verschiedene Varianten und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Foto: ein Micro-Cache, der in einer Baumhöhle versteckt war.

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Die Cacheserie Rennsteig

Im Jahre 2005 hat ein Geocacher über die gesamten 168 km des Rennsteigs neun Caches versteckt. In jedem Cache befindet sich eine Frage. Die Antworten auf alle 9 Fragen sind nötig, um den zehnten, den finalen Cache zu finden. Die meisten der Antworten findet man entlang des Weges, so man aufmerksam wandert.

Hier die einzelnen Caches:

„Thüringer Wandersmann“ August Trinius bei Projekt Gutenberg

Als „Thüringer Wandersmann“ wurde er bekannt, der Wanderschriftsteller August Trinius (1851-1919), dessen Buch „Der Rennstieg. Eine Wanderung von der Werra bis zur Saale“ ab 1890 den Ansturm des Bildungsbürgertums auf den Thüringer Höhenpfad auslöste.

„Und doch bietet der ganze Thüringer Wald nichts Eigenartigeres, Stimmungsvolleres und Erhabeneres als eine solche Wanderschaft den Rennstieg hin, über die Bergzinnen dieses echt deutschen Gebirges.
Wie befreit und wohlig athmet hier die Brust, hoch über dem Qualm und Staub der Städte, fern dem menschlichen Ringen um Raum, Licht und Lebensluft; wie weit schweift von hier droben das Auge in sonnige Fernen, auf duftumdämmerte Höhenzüge und fällt dann hinab zu still heraufgrüßenden Dörfern, tief eingeschachtelt zwischen Felswänden, silberglänzenden Bächen, Bergmatten und meilenweiten Wäldern. Wie überreich an Eindrücken und Ausblicken ist diese Bergwanderung! Fort und fort ziehen in buntestem Wechsel die köstlichsten Bilder an uns vorüber, hier nach Franken, dort nach Thüringen, und wenn uns dann wieder Tannendickicht aufnimmt, dann offenbart sich uns im feierlichen Rauschen des Waldes scheue Seele, der wie im Selbstgespräch über uns die Wipfel leise wiegt und neigt.“

Solcher Stil kam gut an in der guten alten Kaiser-Wilhelm-Zeit, und „Rennsteigvater“ Trinius versorgte seine ansehnliche Fangemeinde, zu der auch der Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha gehörte, mit Wanderbüchern über die verschiedensten deutschen Gauen, wobei Thüringen stets den ersten Platz einnahm. Eine mehrbändige Serie seines „Thüringer Wanderbuchs“ erfreute sich großer Beliebtheit, die „Goethe-Stätten und andere Erinnerungen aus Thüringen“ lassen sich heute noch mit Gewinn lesen.

All diese Bücher sind heute nur noch antiquarisch oder über die Fernleihe der Bibliotheken erhältlich. Im „Projekt Gutenberg“ (Trinius-Seite) kann man immerhin den Sammelband „Wenn die Sonne sinkt“ mit Heimat- und Wandererzählungen nachlesen. Wer Freude an dem altertümlichen Stil hat und Landschaftsbeschreibungen goutiert, bei denen selten Trinius’ Lieblingsadjektiv „waldumrauscht“ fehlt, wird hier kostenlos auf seine Kosten kommen.

Meist wird kein bestimmter Ort genannt, sondern mit Hinweis auf ein „Bergdorf“ oder „Städtchen“ ein Irgendwo geschaffen, in welchem die kurzen Erzählungen angesiedelt sind. Zweimal wird aber doch ein konkreter Schauplatz genannt, der im vorliegenden Wanderführer berührt wird und sich so mit dem Abstand eines runden Jahrhunderts betrachten läßt:

Das Sommerheim eines fürstlichen Künstlers (Schloß Altenstein, Tour 5)

Rennstiegpoesie auf dem Thüringer Walde (allgemein zu Tour 1, Tour 2)

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